Kärntner Sparkasse finanziert heimische Unternehmen
Innovationsmilliarde zur Förderung von Innovationen für KMU

Kärntner Sparkasse: Wir wollen die aufkeimende Investitionslust heimischer Unternehmen finanzieren

 

  • Umfrage: Jedes 3. KMU in Kärnten plant Investition
  • Offensive von Sparkassengruppe und Austria Wirtschaftsservice (aws) bei Garantien
  • Innovationsmilliarde: Sparkassengruppe stellt eine Milliarde für Innovationen zur Verfügung

 

Obwohl Klein- und Mittelständische Unternehmen die aktuelle Lage als herausfordernd empfinden, lässt sich eine positive Entwicklung des Wirtschaftsumfeldes beobachten. 81% der KMU geben an, dass das Marktumfeld für sie schwieriger geworden ist, weshalb „die besten Mitarbeiter zu haben“ von nahezu allen Befragten (98%) als absolut wichtigster Erfolgsfaktor gesehen wird. Innovation, Kundengewinnung und Digitalisierung folgen gleich nach, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Das ergab eine repräsentative IMAS-Umfrage unter 900 österreichischen KMUs im Auftrag von Erste Bank und Sparkassen.

 

Um den Wirtschaftsaufschwung nicht im Keim zu ersticken, sind jetzt Investitionen wichtig. Unser Geldhahn ist offen“, betont Gabriele Semmelrock-Werzer, Vorstandsdirektorin der Kärntner Sparkasse AG.

 

Innovation ist Wachstumstreiber

„Um wettbewerbsfähig zu bleiben, wollen KMU in Digitalisierung und Innovationen investieren“, so Semmelrock-Werzer. Die Sparkassengruppe hat im ersten Halbjahr 2017 bereits 5,4 Milliarden Euro an neuen Krediten an Firmenkunden vergeben, das ist gut ein Viertel mehr als im Jahr zuvor (1.HJ 2016: 4,3 Milliarden Euro). In der österreichischen KMU-Landschaft ist laut Umfrage die Stimmung allerdings gedämpft, denn 22 Prozent der Unternehmen geben an, dass sie in der Vergangenheit Innovationsvorhaben nicht umsetzen konnten, weil sie keine Finanzierung bekommen haben. Vor allem Betriebe mit einem Umsatz von zwei bis fünf Millionen Euro sind davon eher betroffen als umsatzstärkere.

 

„Bei Kreditvergaben spielen viele Faktoren wie strenge Auflagen, regulatorische Hürden aber auch Projektqualität zusammen. Finanzierungen sind unser Kerngeschäft, wir würden gerne mehr finanzieren“, so Gabriele Semmelrock-Werzer.

 

Aufklärungsbedarf bei Förderungen

Laut aktueller Umfrage plant derzeit ein Drittel der Kärntner KMU eine Finanzierung aufzunehmen. Für rund drei Viertel der Klein- und Mittelbetriebe ist der traditionelle Bankkredit nach wie vor die vorrangige Option, 6 von 10 Befragten halten den geförderten Kredit für ansprechend, gefolgt von Eigenkapitalerhöhung (49%) und Leasing (48%). Obwohl ein geförderter Kredit Platz 2 im Ranking der ansprechenden Finanzierungsformen einnimmt, kennt sich nur gut die Hälfte der KMU mit Begünstigungen von Investitionen durch den Bund, die Bundesländer oder die EU aus.

 

Innovationswachstum fördern

Besonders wachstumsstarke und innovative Unternehmen leiden unter den europaweiten Finanzmarktregulierungen bei Unternehmens- und Projektfinanzierungen. Wird ein Kreditwunsch abgelehnt oder gekürzt, ist dafür nach aws-Analysen in 7 von 10 Fällen das Fehlen von ausreichenden Sicherheiten verantwortlich. Gleichzeitig gilt aber der Zugang zu entsprechenden Finanzierungen als einer der wichtigsten Eckpfeiler, um die Innovationsfähigkeit der heimischen Unternehmen sicherzustellen und so die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes zu erhalten.
Zwei gegenläufige Entwicklungen, die besonders junge innovative Unternehmen mit guten Ideen aber naturgemäß wenig Sicherheiten trifft.

 

Damit sich diese Sicherheitenklemme innovativer Unternehmen nicht zu einer Innovationsklemme der heimischen Wirtschaft auswächst, stellen Garantieinstrumente der aws ein wirksames und treffsicheres Instrument dar. Es ermöglicht den Banken, die Vorgaben der Finanzmarktregulierung zu erfüllen und trotzdem Finanzierungen jener wachstumsorientierten Innovationen zu ermöglichen, die die heimische Wirtschaft dringend braucht, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können.

Mit dem Fördercheck der Sparkassen kann man als Unternehmer online leicht herausfinden, ob für das eigene Unternehmen eine Förderung in Frage kommt. (http://foerderungscheck.sparkasse.at/) Ebenfalls hilfreich für eine rasche Übersicht über die österreichischen Forschungs- und Wirtschaftsförderungen ist der Förderpilot. (http://www.foerderpilot.at)

 

Sparkassengruppe: 2 Milliarden Euro für Innovationen

Tabelle KMU

Seit 2014 stellen Erste Bank und Sparkassen jährlich eine Milliarde Euro zur Verfügung, um innovative Ideen, Projekte oder Geschäftsmodelle zu finanzieren. Das für 2017 bereitstehende Geld ist aktuell bereits zu zwei Drittel ausgeschöpft. „Die Nachfrage ist groß. Mit dem heutigen Stichtag füllen wir deshalb diesen Topf wieder mit einer glatten Milliarde Euro auf“, erklärt Gabriele Semmelrock-Werzer. Damit stehen ab sofort 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Unter http://innovationsmilliarde.sparkasse.at können Unternehmer ihre Projekte einreichen. „Einen ersten Einblick, wie innovativ das eigene Unternehmen ist, kann online unser „Innovations-Check“ geben. Dieser gibt Aufschluss über die aktuelle Agilität und die Ausschöpfung des Potenzials in der Zukunft“, sagt Semmelrock-Werzer. Das Tool wurde gemeinsam mit erfahrenen Unternehmensberatern entwickelt und zeigt nicht nur, wie innovationsfreudig das Unternehmen ist, sondern gibt auch Umsetzungs-Tipps sowie Links und Buch-Empfehlungen zum Thema.

Es dient den KMU aber vor allem als Arbeitspapier, um Schwachpunkte im Unternehmen zu schließen und Fortschritt voranzutreiben. (http://innovationscheck.sparkasse.at/steps)

 

Digitalisierung ist für KMU Chance

80% der Kärntner KMU meinen, dass Innovation und Digitalisierung stark zusammenhängen. 9 von 10 Unternehmen sehen diese Entwicklung eher als Chance und weniger als Gefahr. Klar ist, dass der damit einhergehende Fortschritt in den verschiedensten Bereichen von großer Bedeutung ist. Das oberste Ziel, das KMU mit Digitalisierung verbinden, ist die Effizienzsteigerung: 92 Prozent stehen dahinter. Weiters soll der Schritt helfen, derzeitige Kunden zu halten bzw. neue zu gewinnen, relevante Märkte zu erschließen und Kosten zu senken. Personaleinsparungen sind in dem Zusammenhang nur für 14% ein Thema.

 

 

 

 

Research Report Österreich:
Die Österreichische Wirtschaft zeigte während den ersten zwei Quartalen 2017 das höchste Wachstum seit sechs Jahren (Q1: +2,5% j/j bzw. +0,7% q/q; Q2: +2,2% j/j bzw. +0,9% q/q). Die günstige Entwicklung des privaten Konsums, die 2016 der Haupttreiber des Wachstums war, unterstützt die Konjunktur 2017 immer noch, jedoch in einem etwas geringeren Ausmaß. Starke Wachstumsimpulse sind im 1.HJ 2017 auch von den Investitionen und Exporten gekommen. Die Belebung der Konjunktur in wichtigen Absatzmärkten Österreichs (osteuropäische Länder, Eurozone) hebt die Exportdynamik seit Anfang des Jahres. Gleichzeitig hat der Einfluss politischer Risiken in Europa auf das Vertrauen der Investoren und Konsumenten in den letzten Monaten deutlich nachgelassen. Das hat sich deutlich positiv auf Investitionen und den heimischen Konsum ausgewirkt. Analysten der Erste Group erwarten, dass sich die positive Entwicklung der Investitionen und Auslandsnachfrage auch in der zweiten Jahreshälfte 2017 fortsetzen wird. Der private Konsum sollte, trotz des Auslaufens der positiven Impulse der Steuerreform 2016 und steigender Ölpreise bei dieser allgemein hohen Konjunkturdynamik (und damit verbundenem Rückgang der Arbeitslosigkeit) und der Verbesserung des Konsumentenvertrauens, weiter auf solidem Niveau bleiben. Aufgrund der sehr günstigen Entwicklung der Konjunktur haben die Erste Group Analysten die Wirtschaftsprognosen für die nächsten zwei Jahre etwas angehoben. Für das Gesamtjahr 2017 erwarten wir nun ein BIP-Wachstum von +2,3% j/j (Erhöhung von 0,2% gegenüber unserer vorherigen Prognose). In 2018 erwarten wir eine leichte Abkühlung der Konjunktur auf +1,9% j/j (+0,2%).

 

KMUs in Zahlen laut Statistik Austria:
99,7 Prozent der Unternehmen in Österreich sind Klein- und Mittelständische Unternehmen – in genauen Zahlen sind das 327.500. Über 3,5 Millionen Menschen sind in einem solchen Unternehmen beschäftigt – davon 1,6 Millionen in einem Angestelltenverhältnis. KMU erwirtschaften über 60 Prozent der marktorientierten Wirtschaft und haben einen jährlichen Umsatz von 453 Milliarden.

 

Zur Umfrage: Die Sparkassengruppe beauftragte das Meinungsforschungsinstitut IMAS für eine KMU-Umfrage. In der Zeit vom 6.4. bis 25.4.2017 wurden Klein- und Mittelbetriebe zum wirtschaftlichem Umfeld, Innovation und Digitalisierung befragt. Insgesamt wurden 900 Interviews mit KMUs in ganz Österreich durchgeführt (2 bis 50 Mio. Euro Jahresumsatz). Befragt wurden in erster Linie die Geschäftsführer (ansonsten kaufmännische Direktoren oder Finanzchefs). Pro Bundesland wurden 100 Firmen befragt, um eine getrennte Auswertung zu ermöglichen. Für die Insgesamt-Betrachtung erfolgte eine Gewichtung der Bundesländer auf ihr repräsentatives Niveau.

 

Wie heißt die Tour, mit der Robbie Williams aktuell unterwegs ist?

The Robbie Williams Show
The Heavy Entertainment Show
Let Me Entertain You

/ 19.09.2017
Philipp Heiser 
Geldleben
Themenverwandte Artikel finden Sie hier
Ihre Meinung zu diesem Thema?
Diskutieren Sie mit!
0
Meine Meinung posten:
*Alle mit Stern gekennzeichneten Felder sind Pflichtfelder!

Bitte beachten Sie: Nur registrierte Benutzer dürfen diesen Beitrag kommentieren.

Melden Sie sich an oder registrieren Sie sich jetzt, um diesen Beitrag zu kommentieren.

Jeder Beitrag wird von der Administration vor Veröffentlichung geprüft. Wir bitten Sie, sich an die Netiquette zu halten.