Vorsorge: Gesund und finanziell abgesichert

von Philipp Heiser
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Vorsorge: Gesund und finanziell abgesichert

Kärntner wollen 91 Jahre alt werden – aber gesund und ohne finanzielle Sorgen

Repräsentative IMAS-Studie zum Pensions- und Gesunheitssystem

Gesundheit und Geld sind die wesentlichsten Themen des Alters. Für 82 Prozent der Kärntner wird die private Krankenversicherung immer wichtiger. Nur jeder Zweite glaubt noch an die eigene staatliche Pension.

Die Erkenntnis über die voranschreitende demografische Entwicklung, also der Umstand immer älter zu werden bei gleichzeitig rückgängiger Geburtenrate, ist mittlerweile bei 68 Prozent der Menschen in Kärnten fest im Bewusstsein verankert. Auf die Frage, wie hoch die eigene Lebenserwartung eingeschätzt wird, geben vier von zehn Befragte (42 Prozent) ein Alter zwischen 80 und 89 Jahren an, rund ein Fünftel (19 Prozent) schätzt sogar 90 Jahr und darüber. Fragt man nach dem Wunschalter, so liegt dieses – laut vorliegender IMAS-Studie im Auftrag von s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen – im Durchschnitt bei beachtlichen 90,8 Jahren. „Unsere Aufgabe wird es sein, gemeinsam mit unseren Kunden dafür Sorge zu tragen, dass dieser Wunsch nach einem langen Leben auch die dafür notwendige finanzielle Basis in Form einer ergänzenden privaten Vorsorge erhält“, so Manfred Bartalszky, Vorstand der Wiener Städtischen und verantwortlich für den Bankenvertrieb Marke s Versicherung. Interessant ist in diesem Zusammenhang auch, dass knapp ein Fünftel (18 Prozent) der Befragten mit dem demografischen Wandel die Sorge um die eigene staatliche Pension verbindet. Denn schließlich werden dadurch in Zukunft immer weniger Berufstätige immer mehr Pensionisten erhalten müssen. Folglich empfinden mehr als die Hälfte der Kärntnerinnen und Kärntner (51 Prozent) die demografische Entwicklung sogar als etwas Negatives.

Gesundheit, Finanzen und soziale Kontakte

Der mit Abstand größte Wunsch der befragten Kärntner, wenn sie an ihre eigene Pension denken, ist es, keine gesundheitlichen Probleme zu haben (86 Prozent). Gleich danach folgt das Bedürfnis, frei von finanziellen Sorgen zu sein (80 Prozent) und demzufolge eine ausreichend hohe Pension zu beziehen (72 Prozent). Etwas überraschend: Erst danach kommt der Wunsch, jemanden in der Nähe zu haben, mit dem man reden kann (61 Prozent) und damit die Hoffnung, im Alter nicht zu vereinsamen.

Bedarf nach ergänzender Gesundheitsvorsorge steigt stetig

Sieht man sich das Top-Thema Gesundheit etwas genauer an, dann gehen die Hälfte der Befragten in Kärnten (50 Prozent) davon aus, dass sie aktuell – aber auch in Zukunft – bei einem Krankheitsfall durch das öffentliche Gesundheitssystem nicht so gut behandelt und versorgt werden, wie sie sich das eigentlich wünschen würden.

Sparkasse-Vorstandsdirektorin Gabriele Semmelrock-Werzer: „Wir sehen bei uns in der Sparkasse seit geraumer Zeit eine deutlich steigende Kundennachfrage nach Produkten der privaten Gesundheitsvorsorge. Auffallend dabei ist das altersunabhängige Interesse für diese Vorsorgeform“. Eine deutliche Mehrheit der Kärntnerinnen und Kärntner (80 Prozent) glaubt, dass aufgrund des Ärztemangels die Zeit, die sich der Arzt in Zukunft für seine Patienten nehmen kann, immer knapper werden wird. Hingegen sind 83 Prozent der Überzeugung, dass sich Wahl- und Privatärzte deutlich mehr Zeit für ihre Patienten nehmen. Somit ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass knapp zwei Drittel (63 Prozent) der Kärntner eine private Zusatzversicherung trotz des derzeitigen guten Gesundheitssystems als notwendig erachten. In die Zukunft blickend wird eine private Zusatzversicherung sogar für acht von zehn Befragten (82 Prozent) immer wichtiger.

Hohe Bedeutung privater finanzieller Vorsorge

Die Bedeutung der finanziellen Vorsorge ist für die Mehrheit der Befragten in Kärnten demzufolge weiter hoch (85 Prozent eher wichtig, 42 Prozent sehr wichtig), was sich auch im Trendvergleich der letzten Jahre zeigt. Im Schnitt werden österreichweit 136 Euro im Monat für die private Pensions- und Gesundheitsvorsorge investiert. Unter den Top-Vorsorgethemen in Kärnten, also rund um jene Lebensbereiche für die man jedenfalls gerne bereit ist, privat ergänzend vorzusorgen, stehen auch in Kärnten zwei Themen ganz klar im Fokus: Das Thema Gesundheit (70 Prozent) und die eigene Pension (68 Prozent). Überraschend: Erst an vierter Stelle, und damit bereits etwas abgeschlagen, kommt die Familie (59 Prozent).

Staatliche Pension alleine wird nicht ausreichen

Apropos Pension: Wenn Menschen in Kärnten an die staatliche Pension denken, glauben weniger als die Hälfte (47 Prozent) daran, dass es diese in der heutigen Form bis zu ihrem eigenen Pensionsantritt noch geben wird. Die Menschen sind daher der Überzeugung, dass sie hinkünftig tendenziell mehr private ergänzende Vorsorge für den Lebensabend treffen werden müssen, was durchaus realistisch scheint“, so Bartalszky. Eine überwiegend pessimistische Einschätzung wird in punkto gleichbleibendem Lebensstandard – alleine durch die staatlichen Pension – abgegeben: Sieben von zehn befragte Kärntner (70 Prozent) glauben nicht, dass das funktionieren wird. Weiters schätzen neun von zehn Befragte, auf die Frage wie es ihrer Einschätzung nach überhaupt mit der staatlichen Pension weiter gehen wird, dass die Menschen in Zukunft mehr private Vorsorge für ihren Lebensabend werden treffen müssen (93 Prozent), sich das Pensionsantrittsalter deutlich erhöhen wird (90 Prozent), die staatliche Pension weiter gekürzt (85 Prozent) und die Pensionsbeitragszahlungen (69 Prozent) während des Berufslebens angehoben werden.

Kein Risiko bei der Veranlagung und Beratung

Höchste Priorität bei der Veranlagung von Geld für Vorsorgezwecke hat bei gut jedem zweiten Befragten in Kärnten (53 Prozent) das Thema Sicherheit. Kapitalgarantie (47 Prozent) sowie Transparenz/Verständlichkeit der Produktangebote (38 Prozent) und gute Beratung seitens des Anbieters (34 Prozent) sind für viele Kärntnerinnen und Kärntner ebenfalls von besonderer Bedeutung. Möglichst hohe Zinsen bzw. Renditen sind demnach lediglich für 38 Prozent wichtig. „Wenn man sich von Seiten seiner Bank oder seiner Versicherung etwas wünschen könnte, dann wäre das Verlässlichkeit (84 Prozent), Aufklärung bzw. Information rund um die private Gesundheits- und Pensionsvorsorge und Produkte, die flexibel sind und sich problemlos den persönlichen Lebensphasen anpassen lassen (86/84 Prozent)“, zitiert Köberl aus der Studie.

Zur Studie: s Versicherung, Erste Bank und Sparkassen beauftragten das Marktforschungsinstitut IMAS mit einer Online-Befragung zum Thema „Lebensqualität & Lebensstandard – Heute für morgen“. Im Jahr Ende 2018 beantworteten 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren Fragen zu finanziellen Vorsorgethemen und -produkten sowie zum Thema demografische Entwicklung und deren Auswirkungen auf das Vorsorgeverhalten. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 16.

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