Erste Führungskräfte-Informationsveranstaltung 2019

von Ines Kriegl
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Erste Führungskräfte-Informationsveranstaltung 2019

Erste Führungskräfte-Informationsveranstaltung 2019

Am 20.3.2019 fand in Klagenfurt der 1. FKI in diesem Jahr statt.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Diethard Theuermann präsentierte Herr Direktor Huber das Jahresergebnis für 2018.

Kärntner Sparkasse

Das Jahr 2018 war für die Kärntner Sparkasse ein äußerst gutes Jahr, sowohl was die Dynamik Kundenwachstum – Bilanzsumme und letztlich auch das Betriebs- und Jahresergebnis betrifft.
Der Zinsüberschuss konnte alleine in Kärnten um fast 3% zu gesteigert werden.
Die zweitwichtigste Kennzahl, der Provisionsüberschuss, ist mit 3,5% ebenso sehr gut. Im Detail heißt das, es gab ein sensationelles Jahr im Kreditgeschäft und vor allem im Zahlungsverkehr.
Einzig das Wertpapiergeschäft war leider rückläufig gegenüber dem Vorjahr.
Der Betriebsaufwand ist mit 3,3% relativ kräftig gestiegen, das Betriebsergebnis beläuft sich auf 28 Mio. Euro.

Außergewöhnlich waren 2018 auch die Risikovorsorgen, die heuer sogar positiv waren aufgrund der vielen Auflösungen. Das wirkt sich gut aufs Eigenkapital aus. Zusätzlich konnte die Beteiligung an der Banka Sparkasse d.d aufgewertet werden.
Der Jahresgewinn betrug 34 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern von 45 Mio. Euro alleine in Kärnten ist wirklich beeindruckend.

Die CIR lag bei 73%. Langfristiges Ziel wäre es hier aber auf unter 65% zu kommen, um auch weiterhin ein nachhaltiges Geschäftsmodell gewährleisten zu können.

2018 konnte die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr nochmals gesteigert werden – die 4 Mrd. Bilanzsumme wurde durchbrochen und liegt beläuft sich auf 4.159 Mrd. Euro.
An dieser Stelle sprach Herr Direktor Huber ein großes Lob aus: „Es wundert uns immer wieder aufs Neue, dass wir auf sehr gute Zahlen immer wieder noch eines drauflegen können. Alles in allem können wir stolz sein auf diese sehr gesunden Kennzahlen, um die uns auch viele andere Banken beneiden werden“.

Banka Sparkasse d.d.

Die Jahresergebnisse der Banka Sparkasse d.d. 2018 wurden von Herrn Direktor Jurkowitsch präsentiert, der sich den guten Nachrichten aus Kärnten auch direkt anschloss: Slowenien hat ebenfalls ein sehr gutes Jahr hinter sich.
Sowohl der Zinsüberschuss als auch der Provisionsüberschuss konnten gesteigert werden.
Das Betriebsergebnis lag bei 10 Mio. Euro.
Bei den Risikovorsorgen zeigt sich ein ähnliches Bild wie bei der Kärntner Sparkasse: auch die Banka Sparkasse d.d. hatte insgesamt Auflösungen mit über 4 Mio. Euro und hat damit einen Jahresgewinn von 8,4 Mio. Euro erzielt.

Beim Betriebsaufwand lag die Banka Sparkasse d.d. wesentlich über den Plan. Nach Abschätzung eines guten Ergebnisses wurden gewisse Kosten bewusst ins Jahr 2018 gebucht.
Bei den Krediten gab es leider nur ein geringes Wachstum. Sehr positiv war das Retailgeschäft; bei den Einlagen gab es ebenfalls ein sehr starkes Wachstum.

Das gute Ergebnis wirkte sich sehr gut auf das Eigenkapital aus: Das Jahr 2018 wurde mit einer Kernkapitalquote von 15,3 und Eigenmitteln von 16,7% beendet.

Konzern

Für den Konzern ergaben die Ergebnisse ebenfalls ein äußerst positives Jahr 2018, das Herr Direktor Huber zusammenfasste:

Im Zinsüberschuss gab es eine sehr große Steigerung von rund 6,1 %, beim Provisionsüberschuss eine Steigerung von 3%.
Das Betriebsergebnis um fast 10% gesteigert werden!

Die reinen Risikokosten im Konzern belaufen sich auf 8,8 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuer beträgt 51 Mio. Euro. Der Konzern kann ein Eigenkapital von über 400 Mio. Euro ausweisen. „Das ist sicher ein einmaliges Ergebnis, das nicht viele Unternehmen in Kärnten aufweisen können. Darauf sollten wir gemeinsam stolz sein“, so VD Huber.

Update Strategie Kärntner Sparkasse

Frau Direktor Semmelrock-Werzer gab anschließend ein Update über den ersten Teil der kurz zuvor stattgefundenen Strategieklausur, die sich heuer wieder ganz nach Kärnten fokussiert. Dabei sollen die gesteckten Ziele gefestigt sowie die bisherige Unternehmensstrategie überprüft werden, um auch in Zukunft einen guten Kurs zu fahren und weiter in die richtige Richtung zu gehen.

Die Entwicklung der Kärntner Sparkasse war bisher sehr positiv; schwierige Zeiten wurden gut gemeistert.
In den letzten Jahren konnte die Kärntner Sparkasse ein überproportionales Kundenwachstum und auch ein ordentliches Kreditwachstum verbuchen, was sich auf eine der höchsten Kundenzufriedenheiten mit 91% niederschlägt. Die Preisdisziplin ist gut, ebenso die Qualität der Produkte.

Verbesserungsbedarf gibt es noch im Wertpapierbereich sowie beim Kundenvolumen in eigentlich allen Bereichen, bei dem die Kärntner Sparkasse im Vergleich zu den anderen Sparkassen am unteren Ende liegt.

Wichtige Themen die uns beschäftigen:

  • Wie verbinden wir zukünftig analog und digital
  • Unsere regionale Verankerung soll noch mehr betont werden
  • Filialstruktur: ob diese auch in Zukunft so bleiben wird, ist kundenabhängig
  • Großes Thema: Unsere Werte – Kunden wollen eine Bank, die Werte hat. Die Stiftung hat sich deshalb heuer entschlossen dafür auch etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um das Thema Werte durch eine breitere Kommunikation in die Öffentlichkeit zu bringen.

Wo wollen wir hin?

  • Langfristig gesehen sollte das Ziel unseres Hauses klar eine Wachstumsstrategie sein. Verbesserung der CIR (73,3 %): Effizienzsteigerung
  • Bedrohungen der Wachstumskurve wie Preisdruck, Wettbewerbsdruck im Digitalen, Regulatorik ernst nehmen
  • Das Wertpapiergeschäft soll forciert werden, das es neben dem Kerngeschäft ein zusätzlicher Provisionsertragsfaktor ist, der vor allem in Zeiten des Margendrucks wichtig ist
  • Die Kosten müssen stabil gehalten werden
  • Ertragssteigerung
  • Die Kärntner Sparkasse soll noch moderner werden.
  • Es sollen mehr Experimentierräume für Mitarbeiter geschaffen und mehr Mittel für Innovationen zur Verfügung gestellt werden.

Gastvortrag

Anschließend gab es einen interessanten Vortrag des geschäftsführenden Leiters des Zukunftsinstituts und Zukunftsforschers Harry Gatterer.

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